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SUMMARY:QueerFimNacht - Viet und Nam
DESCRIPTION:Viet und Nam / QueerFilmNacht\n\nVietnam im Jahr 2001. Die jung
 en Bergleute Viet und Nam lieben sich. Zusammen schuften sie tausend Meter
  unter der Erde in einem Kohlebergwerk\, wo Dunkelheit herrscht und Gefahr
 en lauern. Die Kohle umschließt sie\, unbarmherzig\, staubig\, nass. Doch
  hier können sie ihre Liebe leben\, während sie oben in der realen Welt 
 vorgeben Brüder zu sein. Gemeinsam helfen die zwei Nams Mutter\, ihren Eh
 emann zu suchen\, der im Krieg wie so viele andere verschollen ist\, und d
 urchqueren dafür das Land von Norden nach Süden. Doch eigentlich will Na
 m die Heimat verlassen und im Ausland ein neues Leben beginnen. Als er bes
 chließt\, die Flucht im Inneren eines Schiffscontainers zu wagen\, droht 
 die Liebe der zwei daran zu zerbrechen.\n\nTrương Minh Quý erzählt in 
 „Viet und Nam“ die Geschichte einer Liebe\, die nicht nur von schwieri
 gen Lebensumständen geprägt ist\, sondern auch von nationalen und famili
 ären Traumata. Der Vietnamkrieg\, der 20 Jahre lang ab 1955 das Land zerr
 iss\, forderte 1\,3 bis über drei Millionen Kriegsopfer. Dazu kamen die l
 angfristigen Folgen des Agent Organe-Einsatzes der US-Amerikaner gegen die
  Truppen Nordvietnams\, die für ein kommunistisches System kämpften.\n\n
 Trong lòng dat - F\, CH\, FL\, VIE 2024\, Drehbuch\, Regie: Trương Minh
  Quý\, mit Thanh Hai Pham\, Duy Bao Dịnh Dao\, 129 Min.\, vietnam. OmU\
 n\nFr. 15.8. / 20:00\n\nBiografie TRƯƠNG MINH QUÝ: geboren in Buon Ma T
 huot\, einer kleinen Stadt im zentralen Hochland Vietnams. 2008 brach er s
 eine Ausbildung an der Filmhochschule ab\, um im Independent-Bereich Filme
  zu machen. Seitdem lebt er an verschiedenen Orten\, neben seinem Heimatla
 nd auch in Belgien und Frankreich. Er ist Alumnus der Asian Film Academy 2
 012 (Busan International Film Festival) und Berlinale Talents 2016. Seine 
 Arbeiten\, die sich zwischen Dokumentarfilm und Fiktion bewegen\, wurden i
 nternational auf Filmfestivals und in Ausstellungen vorgeführt\, beispiel
 sweise in Locarno\, New York\, Clermont-Ferrand\, Oberhausen\, Rotterdam\,
  Busan\, München und Cannes.\n\nSein dritter Spielfilm „Viet und Nam“
  feierte 2024 in Cannes Weltpremiere und wurde im selben Jahr beim Filmfes
 t München mit dem CineRebels Award ausgezeichnet.\n\nRegisseur Trương M
 inh Quý über seinen Film: Ich wollte keinen Film machen\, in dem es spez
 iell um homosexuelle Beziehungen geht\, wie es in vielen eher stereotypen 
 Geschichten der Fall ist. In diesem Film ist es etwas ganz Normales. Wir s
 tellen ihre Liebe nicht in Frage. Aber sie ist unbestreitbar ein zentraler
  Punkt von „Viet und Nam“. In der Realität ist es immer noch schwieri
 g\, schwul zu sein\, obwohl homosexuelle Beziehungen in Vietnam durchaus a
 kzeptiert werden. Es ist möglich\, in der Öffentlichkeit einander Zuneig
 ung zu zeigen\, ohne bedroht oder angegriffen zu werden. Das Problem liegt
  eher darin\, dass man als schwuler Mann internalisiert hat\, sich zu verb
 ergen\, zu verstecken.\n\nViet und Nam ist ein höchst cinephiles Werk\, m
 it einer selbstzweckhaften\, zelebrierenden Lust an der Materialität sein
 er Aufnahmen\, am Festhalten\, Vergrößern und Projizieren des Unscheinba
 ren – und sei es ein kleiner Frosch\, der sich neben einer beregneten Pf
 ütze durch den schlammigen Boden bewegt. Das heimgesuchte Vietnam\, das d
 er Film zeigt\, erscheint hier als verwunschener Ort\, in dessen Wäldern 
 sich traumwandlerische Rituale\, Bergungen und Suchbewegungen abspielen. A
 ls ein Ort\, an dem die unterirdischen Sprengungen in den Schächten die E
 rde symbolträchtig zum Rumoren bringen – ein Beben und Dröhnen unter d
 er unscheinbaren Oberfläche. (Janick Nolting\, www.kino-zeit.de)\n\n“Vi
 et and Nam” ist ein allegorisch flirrendes Kinopoem über die Unmöglich
 keit\, sein eigenes Leben in Freiheit und Selbstbestimmung zu führen. Abs
 trakte Begriffe wie Verlust\, Identität und Geschichte werden durch Trư
 ơng Minh Quýs Regie in komplexe emotionale Kinobilder verwandelt und erg
 eben ein Panorama kollektiver und individueller Geschichte. Doch das war z
 u radikal für die vietnamesische Filmbehörde\, die den Film vor seiner P
 remiere in Cannes aufgrund seines „düsteren und negativen“ Blicks auf
  das Land in Vietnam verboten hat. (Around the World in 14 Films)
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