PM #21: 40 Jahre CSD (Christopher Street Day) in Deutschland – Bremen zeigt Flagge! // Feier am 29. Juni 2019 im Schlachthof – Demo am 31. August 2019


Freundliche Erinnerung an unsere Erster-CSD-in-Deutschland-Geburtstagsparty am Samstag im Schlachthof - hier unsere Pressemitteilung dazu :)


Für den CSD Bremen e. V. stehen die nächsten Wochen ganz im Zeichen des 40 jährigen Jubiläums. Der erste CSD in Bremen fand am 30. Juni 1979 statt, wenige Wochen vor Berlin und Köln. Bremen war 1979 gleichzeitig der erste CSD mit einer Demo und Kundgebung. Organisiert wurde dieser von Bremer Gastronomen und lief noch unter dem Titel “Schwuler Karneval”.

Lange Zeit war das Thema “Queeres Leben” in der Gesellschaft tabu. Menschen aus der LGBTIQ*Community (Lesbian Gay Bisexual Trans* Intersex Queer) wurden (und werden) diskriminiert, angegriffen, ausgelacht und beschimpft – beruflich wie privat. Es wurde höchste Zeit, sich der Öffentlichkeit gegenüber sichtbar zu machen. Und das mit Erfolg: So wurde in Deutschland mittlerweile die Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet! Und dennoch bleibt noch viel zu tun, denn in einigen Ländern der Welt steht auf Homosexualität die Todesstrafe und auch in Deutschland gibt es Gewalt und Diskriminierung, “Du schwule Sau” auf Schulhöfen ein sehr beliebtes Schimpfwort.

Bremen startet neu durch

Die Bestrebungen, nach 1979 wieder einen CSD in Bremen zu organisieren scheiterten aus verschiedensten Gründen. Im Sommer 2016 haben sich auf Initiative von Rolf Beuck hin verschiedenste Menschen gefunden, um gemeinsam wieder einen CSD in Bremen und die dazugehörige Demonstration wieder aufleben lassen wollten. Nach Gründung des gemeinnützigen Vereins: Christopher Street Day (CSD) Bremen e. V. war die Basis für die “Auferstehung” eines CSDs in Bremen geschaffen.

Unter dem Motto “Vielfalt* ist Freiheit – hier und überall” fand dann nach 23 Jahren am 26. August 2017 wieder ein CSD in Bremen statt. Ein Erfolg auf ganzer Linie: Man rechnete mit ca. 500 Teilnehmer*innen, gekommen sind ca. 5.500 Menschen. Zum Demo-Zug mit anschließender Kundgebung meldeten sich 30 Gruppen an. Die Schirmherrschaft übernahm Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (SPD). Vereine und Institutionen, auch das Gesundheitsamt, die Senatorin für Soziales, Parteien und Firmen nahmen an der Demonstration quer durch Bremens Innenstadt teil – darunter das Mercedes Benz Werk Bremen mit einem 40-Tonnen-Lkw. Bundesweit einmalig: die Bremer Polizei war mit eigenem Fahrzeug im Regenbogenflaggendesign dabei.

Menschen aus der queeren Gesellschaft konnten endlich öffentlich ihre Präsenz zeigen. Grund genug für den CSD und die Community, seitdem nicht nur am jährlich wiederkehrenden Tag der Demo, sondern auch in zahlreichen Veranstaltungen vor und nach dem Umzug zu zeigen, was bunte Vielfalt und queere Kultur ausmacht.

Bremen in Regenbogenfarben: Vor der Bremischen Bürgerschaft, der Sozialbehörde und vielen anderen Häusern wehten beim CSD Bremen am 26. August 2018 die Regenbogenflaggen. Unter dem Motto “Der Schlüssel zur Welt ist Vielfalt” demonstrierten die Teilnehmer*innen für die Rechte und mehr Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und Intersexuellen Menschen, dieses Mal unter der Schirmherrschaft von SV Werder Bremen-Präsident Dr. Hubertus Hess-Grunewald. Trotz des regnerischen Wetters nahmen ca. 8.000 Menschen an dem Demo-Zug mit anschließender Kundgebung vor dem Theater am Goetheplatz teil. Die Medien berichteten über Bremens Grenzen hinaus.

Schnell merkte man, dass innerhalb der queeren Community die Menschen mit Behinderung oft immer noch außen vorstanden. Die Idee, den CSD auch barrierefrei zu gestalten war geboren. 2018 noch in den Kinderschuhen soll die Barrierefreiheit dieses Jahr realisiert werden.

Am 29. Juni 2019 wird im Schlachthof gefeiert

Doch zunächst will der CSD Bremen den 40-jährigen Geburtstag feiern. Los geht es am 29.06.2019 ab 21.00 Uhr im Magazinkeller des Schlachthofs. Gefeiert wird in den 30.06.2019 hinein. 40 Jahre – ein Grund derer zu gedenken, die 1979 in Deutschland so mutig waren und die ersten CSDs auf die Beine stellten. Zu der Geburtstagsparty lädt der CSD Bremen alle Interessierten herzlich zum Kommen, Feiern und Mitmachen ein! Für zusätzliche Stimmung sorgt DJ Jens (bekannt als Resident DJ im Gleis 9) und RODEA führt unterhaltsam durch den Abend.

Die Veranstaltung wird durch den CSD Bremen Förderverein e. V. ehrenamtlich durchgeführt, die Einnahmen werden für die Durchführung des CSD Bremen verwendet.

CSD-Demo in Bremen am 31. August 2019

Der Christopher Street Day findet am 31.08.2019 statt und steht unter dem Motto “40 Jahre CSD in Deutschland”. Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren. Details zum Ablauf werden rechtzeitig über die Homepage des CSD, den E-Mail-Newsletter und den Medien bekannt gegeben.

Die Wurzeln

Der CSD erinnert an den ersten bekanntgewordenen Aufstand von Homosexuellen und anderen sexuellen Minderheiten gegen die Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street im Stadtviertel Greenwich Village im Sommer 1969. Seitdem wird in New York am letzten Samstag im Juni, dem Christopher Street Liberation Day, mit einem Straßenumzug an dieses Ereignis erinnert. Daraus ist eine weltweite Tradition geworden, im Sommer Demonstrationen für die Rechte von Schwulen und Lesben sowie der ganzen “Regenbogen-Community” abzuhalten.

Pressekontakt

Robert Martin Dadanski
Tel: 0421 / 69 49 33 40
Vorstand | Pressesprecher | LGBTIQ* Städtepartnerschaft
presse@csd-bremen.org

Die Pressemitteilung steht auch als PDF (ca. 120 kb) bereit.

Fotos in bester Auflösung stellt der CSD Bremen e. V. bei Quellenangabe www.csd-bremen.org zur Verfügung:

  1. Originalbild
Robert Martin Dadanski

Geschrieben von: Robert Martin Dadanski

Schon in meiner Berufsausbildung zum Spediteur musste ich mit unterschliedlichsten Menschen aus unterschliedlichen Ländern mit unterschiedlichen Mentalitäten zusammenarbeiten. Diskriminierung sollte gerade in diesem Berufsbild absolut fremd sein. Viel mehr sollte Toleranz und Wertschätzung zur Grundausbildung gehören. Im CSD Bremen Team sehe ich meine Möglichkeit die Welt wenigstens ein ganz kleines Stückchen besser zu machen.

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