Forderungen

Im Laufe der Jahre und den Gesprächen mit der queeren Community hat sich herausgestellt, dass die meisten Forderungen von Jahr zu Jahr bleiben: Die Ehe für alle wurde nicht in einem Jahr gelöst und ebenso gibt es viele weitere Forderungen, die wir leider Jahr für Jahr hoch halten müssen.

Auf dieser Seite listen wir deshalb alle Forderungen auf, die aktuell bestehen. Die Liste soll daran erinnern, warum es Demonstrationen zum Christopher Street Day immer noch braucht und wofür wir auf die Straße gehen.

  • seit März 2021: Aufklärung für Qosay: Warum starb Qosay K. in Polizeigewahrsam?
  • seit Juni 2020: Aufklärung für Mohamed Idrissi: Warum eskalierte die Situation bis zu Mohameds Tod?
  • seit 2020: Angemessene Beratung und queere Infrastruktur in Bremerhaven.
  • seit 2020: Wir müssen wissen, wie rassistisch unsere Polizei ist. Black Lives Matter. Wir fordern eine Studie, die Racial Profiling und ähnliche diskriminierende Praktiken der Polizei untersucht.
  • seit 2020: Artikel 3 des Grundgesetz muss um das Merkmal der sexuellen Identität ergänzt werden.
  • seit 2019: Abschiebungen queerer Personen sind inakzeptabel, insbesondere in Staaten, in denen Verfolgung, Gewalt oder gar Tod drohen. Wir fordern das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und die Gerichte auf, dem Schutz von LSBTIQ*-Personen mehr Bedeuung beizumessen.
  • seit 2019: Chronische Erkrankungen dürfen nicht zu Ausgrenzung und Armut führen, Beschränkungen am Arbeitsmarkt, im kulturellen und sozialen Leben müssen abgebaut werden.
  • seit 2019: Sexuell übertragbare Infektionen dürfen Menschen nicht in eine Isolation treiben. Im Rahmen öffentlichkeitswirksamer Kampagnen auf Landes- und Bundesebene muss intensive Aufklärungsarbeit zur Entstigmatisierung von HIV-positiven Menschen umgesetzt werden.
  • seit 2019: Die Präventions- und Betreuungsarbeit der AIDS-Hilfe muss verstärkt unterstützt werden. Insbesondere ist eine Finanzausstattung zu gewährleisten, welche ihre Arbeits- und Handlungsfähigkeit sicherstellt.
  • seit 2019: Auch innerhalb der queeren Szene existierende Vorurteile und führen zum Ausschluss von Menschen mit Behinderung. Das verstärkt die Unsichtbarkeit dieser Gruppe. Barrierefreie Zugänge als Minimalvoraussetzung zur Teilhabe sowohl bei Projekten als auch innerhalb der Partyszene sind selten vorhanden. Diesen Zustand gilt es zu überwinden.
  • seit 2018: Eine gute und respektvolle Regelung zur Benennung des Personenstands in Geburtsurkunden und öffentlichen Dokumenten (3. Option).
  • seit 2018: Angemessene Beratung in Bremen für geschlechtliche Vielfalt; ein eigenes, zentral gelegenes Zentrum für Trans*- und Interberatung.
  • seit 2018: Gesundheitszentren für (lesbische) Frauen sowie Trans* und Inter* in Bremen. Qualitätszirkel für Mediziner*innen und gendersensible Fortbildungen für Pflegekräfte und Hebammen.
  • seit 2018: Verpflichtende und flächendeckende Fortbildungen über geschlechtliche Vielfalt für Erzieher*innen und Lehrkräfte.
  • seit 2018: Weiterbildung für Behördenmitarbeiter*innen (Jobcenter, Jugendamt….) und Runde Tische auf Stadtteilebene unter Einbeziehung von Beratungsstrukturen, Vereinen etc.
  • seit 2017: Außenpolitischen Einsatz gegen die Bestrafung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften und gegen staatliche, gesellschaftliche oder religiöse Verfolgung und Entrechtung. Aktives Einstehen für gleiche Rechte und den Schutz von trans* und intersexuellen Menschen. Wir fordern die Bundesregierung auf, solche Verfolgung und Lebensgefahr als anerkannten Asylgrund aufzunehmen und den Bremer Senat, seine Möglichkeiten über den Bundesrat auszuschöpfen.
  • seit 2017: Einen guten Ersatz für das Transsexuellen-Gesetz (TSG).
  • seit 2017: ein Gesetz zum Schutz der Kinder mit Intersexualität vor medizinisch nicht notwendigen, geschlechtszuweisenden Operationen.
  • seit 2017: eine angemessene Entschädigung im Zuge der Rehabilitierung aller nach §175 verurteilten Männer und Frauen.
  • seit 2017: Den Bremer Aktionsplan gegen Homo-, Trans*- und Interphobie von 2015 tatkräftig umsetzen, indem der Senat angemessene Mittel und Personalressourcen zur Verfügung stellt. Hierzu gehört auch das Einsetzen einer verantwortlichen Person (Referent*in) für LSBT_IQ*-Angelegenheiten im Ressort Soziales (Update: Die Stelle wurde Anfang 2021 besetzt).
  • seit 2017: Das Rat&Tat-Zentrum in eine dauerhafte Finanzierung überführen und vom jährlichen Antragsmarathon befreien.
  • seit 2017: Queere Geflüchtete brauchen Sicherheit! Also Unterbringung ohne die Gefahr von Gewalt durch Andere, sensibilisierte Dolmetschende und kompetente Beratung und Begleitung durch das Asylverfahren. Die Versorgung transgeschlechtlicher Refugees mit medizinischer Behandlung und beratender Unterstützung gewährleisten.
  • seit 2017: Eine angemessene Beratung in Bremen für die geschlechtliche Vielfalt*: für Eltern mit intersexuellen oder trans* Kindern ebenso, wie für Erwachsene, die ihre geschlechtlichen Themen und Prozesse bearbeiten.
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