Bremen, 15. Mai 2026 – Der Christopher Street Day (CSD) Bremen 2026 steht unter dem Motto „Generationen voller Pride – glücklich, sichtbar, stark“. Er rückt damit die Vielfalt queerer Lebensrealitäten in allen Altersgruppen in den Mittelpunkt.
Queeres Leben ist keine Frage des Alters. Ob jung oder alt, ob beim ersten Coming-out oder nach einem Leben voller Erfahrungen: Die LGBTQ+-Community umfasst viele Generationen. Sie haben gemeinsam Geschichte geschrieben. Sie setzen sich weiterhin für Gleichberechtigung, Akzeptanz und Sichtbarkeit ein.
Das diesjährige Motto würdigt diese Verbindung der Generationen. Es zeigt: Pride ist ein lebenslanger Ausdruck von Selbstbestimmung und Zusammenhalt.
„Generationen voller Pride“ steht für Menschen, die schon vor Jahrzehnten mutig für Rechte eingetreten sind. Es steht ebenso für die junge Generation, die heute neue Impulse setzt. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Herausforderungen ist es wichtiger denn je, diese Verbindung zu stärken und voneinander zu lernen. Ältere queere Menschen bringen Erfahrung und Geschichte ein. Jüngere Generationen gestalten neue Perspektiven und bringen Energie mit.
Der Zusatz „glücklich, sichtbar, stark“ unterstreicht die zentrale Botschaft des CSD Bremen 2026:
Glücklich, weil jeder Mensch das Recht hat, frei und selbstbestimmt zu leben und zu lieben.
Sichtbar, weil Sichtbarkeit Voraussetzung für Akzeptanz und Gleichberechtigung ist.
Stark, weil die Community durch Solidarität über Generationen hinweg wächst.
Mit der Demonstration, kulturellen Veranstaltungen und Räumen für Begegnung schafft der CSD Bremen auch 2026 wieder eine Plattform für Austausch, Erinnerung und gemeinsames Feiern. Ziel ist es, auf bestehende Ungleichheiten aufmerksam zu machen. Zugleich setzt der CSD ein klares Zeichen für eine offene, vielfältige Gesellschaft.
Der CSD Bremen lädt alle Menschen ein, Teil dieses generationenübergreifenden Zeichens für Vielfalt und Zusammenhalt zu sein – unabhängig von Alter, Identität oder Lebensweise.
Der Verein ist weiter auf Spenden angewiesen, um langfristig bestehen zu können. Aber trotz der finanziellen Herausforderungen findet der CSD Bremen am 22. August 2026 statt. Der Demonstrationszug startet wie jedes Jahr um 12 Uhr und zieht auf seiner Route durch die Stadt. Ab etwa 15 Uhr erwartet alle die große Abschlussversammlung. Damit wollen wir wieder ein sichtbares Zeichen für Respekt, Vielfalt und Akzeptanz setzen. Die Abschlussversammlung endet voraussichtlich gegen 23.30 Uhr.
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Der 17. Mai ist der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit. Der Tag macht auf Diskriminierung, Gewalt und Ausgrenzung gegenüber LGBTQIA+-Menschen aufmerksam und wirbt für Gleichberechtigung und Akzeptanz. Das Datum erinnert daran, dass die World Health Organisation am 17. Mai 1990 Homosexualität aus ihrer Liste psychischer Krankheiten gestrichen hat.
Der CSD Bremen war 1979 einer der ersten CSDs in Deutschland und mit einer Anzahl von ca. 700 Personen die größte CSD-Demonstration seiner Zeit. Heute ist der CSD Bremen gemessen an der Zahl der Teilnehmenden die fünft größte CSD-Demonstration in Deutschland.
Der CSD ist eine Demonstration von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern und allgemein von queeren Personen. An diesem Tag wird für die Rechte dieser Gruppen sowie gegen Diskriminierung und Ausgrenzung demonstriert.
CSD ist die Abkürzung für Christopher Street Day. Der Name bezieht sich auf die Christopher Street in New York, an der das Stonewall Inn gelegen ist. Das Stonewall Inn war in den 60er Jahren ein Treffpunkt für Bisexuelle, Schwule, Lesben und Trans*. Zu der Zeit gab es noch Sittengesetze, die zum Beispiel vorschrieben, dass Menschen nicht die Kleidung des anderen Geschlechts tragen durften, bzw. mindestens drei „“geschlechtsadäquate““ Kleidungsstücke tragen mussten. Es kam des Öfteren zu Razzien im Stonewall Inn durch die Polizei, wie auch allgemein zu polizeilichen Maßnahmen, um Menschen der Community zu unterdrücken und unsichtbar zu machen.
Am 28. Juni 1969 fand eine Razzia statt, in deren Folge es zu einem Aufstand gegen die polizeiliche Unterdrückung und Verfolgung kam. Dieser Aufstand dauert mehrere Tage und wurde als Anlass genommen im Folgejahr einen Gedenkmarsch durchzuführen und gegen die Diskriminierung von Bisexuellen, Schwulen, Lesben und Trans* zu protestieren. Da es auch in Deutschland und anderen Ländern weitverbreitete Diskriminierung und Verfolgung Homosexueller und Transsexueller gab entwickelten sich daraus die regelmäßigen CSDs, um für Gleichberechtigung und Akzeptanz zu demonstrieren.
Kontakt:
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