Forderungen zum CSD Bremen 2018 veröffentlicht


Heute haben wir unsere Forderungen veröffentlicht. Dazu möchten wir kurz erklären, wie sie entstanden sind:

Ende Mai lud der CSD Bremen zu jeweils zwei Community-Abenden ein, bei denen wir uns gemeinsam intensiv mit Themen zu les.bi.schwuler Gesundheit und der Gesundheitsversorgung von trans*- und inter*-Personen beschäftigten. Doch warum machen wir überhaupt solche Veranstaltungen für die Community und mit der Community?

Der CSD Bremen ist ein diverses Team. Wir sind um die 25 Leute mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen, geschlechtlichen Identitäten und körperlichen Grundvoraussetzungen. Können wir dennoch die Ganzheit unserer großen und vielfältigen Community abbilden? Mit Sicherheit nicht. Der CSD Bremen versteht sich nicht als ein Kreis von Menschen, die eine eigene Agenda verfolgen und diese dann der Community präsentieren. Unsere Philosophie ist es stets gewesen, die Community an der Mitgestaltung unseres Bremer CSDs teilhaben zu lassen, den Input aufzunehmen, zu entwickeln und sichtbar zu machen. So wird aus EINEM Cristopher Street Day unser ALLER Cristopher Street Day.

So entschieden wir uns dieses Jahr, zusammen mit der Community uns tiefer mit dem Themenbereich Gesundheit von LGBTIQ*s im Land Bremen zu beschäftigen. Heraus kamen fruchtvolle Debatten, wichtige Vernetzungsprozesse und eine Menge Input für unser Team. Wir haben all diese Anregungen aufgenommen und zum Beispiel in unsere politischen Forderungen, die wir an Politiker*innen auf Bundes- und Landesebene stellen, integriert.

Doch da wir auch nach wie vor ein sehr junger CSD sind, sind auch unsere Mittel an manchen Stellen begrenzt. Gerne würden wir uns viel häufiger gemeinsam mit euch treffen, um über einen großen Strauß von Themen, die uns betreffen, zu diskutieren und Forderungen formulieren. Leider mussten wir uns dieses Jahr auf den Themenbereich Gesundheit beschränken – nächstes Jahr können wir uns aber natürlich über ganz andere Themen austauschen. Wir sind gespannt auf eure Anregungen!


Hier geht es zu unseren Forderungen für 2018

Cornelius Runtsch

Geschrieben von: Cornelius Runtsch

Als letztes Jahr die Ehe für alle durch den Bundestag beschlossen wurde, habe ich zur selben Zeit in Russland gelebt – eines der homo- und transfeindlichsten Länder Europas. Dadurch wurde mir bewusst, dass unsere Rechte leider alles andere als unveräußerlich, geschweige denn garantiert sind, und dass wir Jahr für Jahr für unseren Platz in der Gesellschaft kämpfen und demonstrieren müssen. Ich bin ins Team des CSD Bremen eingestiegen, um das Erbe der unzähligen Schwulen, Lesben, Trans* und Interpersonen früherer Generationen aufrecht zu erhalten und um Seite an Seite mit Gleichgesinnten für mehr Akzeptanz, Vielfalt und Toleranz zu kämpfen.



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