Der CSD Bremen 2019 wurde durch die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Häfen aus den Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Bremen gefördert. Mehr zu unseren Förderern 2019.

PM #24: Freie Fahrt für Menschen mit Behinderungen auf dem Bremer CSD 2019 // 2 Demo LKW für Menschen mit Behinderung bereitgestellt


Im Zeichen des Regenbogens auch für Menschen mit Behinderung. Zwei LKW sorgen für mehr Barrierefreiheit. Der Höhepunkt des Sommers naht. Am 31. August findet der Christopher-Street-Day (CSD) 2019 statt. Nachdem sich der CSD Verein in den Jahren 2017 und 2018 für die Sichtbarkeit von Trans*Personen bzw. queeren Geflüchteten stark gemacht hat, stehen 2019 Menschen mit Behinderungen im Fokus der Organisator*innen. „Die Gesellschaft spricht Menschen mit Behinderung die Fähigkeit zur Sexualität ab“, so Robert Dadanski, Vorstand und Pressesprecher des CSD Bremen-Vereins: „Eine Querschnittslähmung bedeutet nicht, dass ein Mensch keine Lust empfinden kann“. Mitte 2018 hat der CSD Bremen e. V. ein „Team-Behinderte“ gegründet, welches aus Menschen mit Behinderung und Angehörigen besteht, und für ein Umdenken im CSD Verein geführt hat.

Das CSD-Team-Behinderte hat für dieses Jahr 2 Demo-LKW organisiert, auf denen Menschen mit Behinderung mit Begleitung bei der CSD-Demo kostenlos mitfahren bzw. begleiten können. Menschen, die gerne auf den LKW mitfahren oder begleiten möchten, sind eingeladen sich auf dem Sammelplatz „Altenwall“ um 11:00 Uhr bei den beiden Demo-LKW einzufinden.

Bereits 2018 ist hinter der bunten Demo ein BSAG Bus gefahren, um Menschen mitzunehmen, die nicht die gesamte Demostrecke mitlaufen konnten. Einrichtungen wie das Gerhard-Marcks-Haus, das Noon und die Kunsthalle haben ihre barrierefreien Toiletten für Menschen mit Behinderungen zur Verfügung geöffnet.

Der Bremer CSD will auch in diesem Jahr ein starkes Zeichen für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bi-, trans- und intersexuellen Menschen mit und ohne Behinderung setzen. Und das ist und bleibt weiter dringend nötig: So wurde in Deutschland zwar - nach langem Drängen - mittlerweile die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet, Diskriminierung und Gewalt finden aber auch weiterhin statt: “Du schwule Sau” ist auf Schulhöfen immer noch ein sehr beliebtes Schimpfwort. Und auch weltweit bleibt noch viel zu tun, in einigen Ländern steht auf Homosexualität die Todesstrafe.

In Polen hetzt die ultrarechte Regierungspartei PIS gegen Schwule und Lesben und malt den “Untergang des Abendlandes” an die Wand, wenn sich die Regenbogencommunity für Bürgerrechte einsetzt. Robert Dadanski vom CSD-Bremen: “Wenn Bürgerrechte und Rechtstaatlichkeit in unserem Europa gefährdet sind, dann geht es uns alle an. In einem Europa, das wir als Wertegemeinschaft verstehen, müssen Menschenrechte universell gelten. Es darf weltweit keinen Platz für Diskriminierung geben.”

Das alles sind Gründe genug, um am 31. August für die eigenen Rechte auf die Straße zu gehen und mit einer bunten CSD-Demo laut, friedlich und kreativ die Vielfalt und das bunte Leben zu feiern. Darum ist es auch in diesem Jahr Ziel, in Bremen möglichst viel Regenbogen zu zeigen, schließlich gilt ja die Regenbogenflagge weltweit als das Symbol der homosexuellen Bürgerrechtsbewegung und als Zeichen für eine friedliche Welt. Ob am Privatbalkon, ob an Flaggenmasten vor Firmen, an öffentlichen Gebäuden, Hotels und Geschäften, die Regenbogenflagge setzt ein Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit.

Von Jahr zu Jahr machen immer mehr mit: So waren im vergangenen Jahr unter anderem der Senat mit der Sozial, Bildungs- und Finanzbehörde dabei. Markante Häuser waren in den Abendstunden im Regenbogendesign erleuchtet. Und auch das Parlament des kleinsten Bundeslandes, die Bremische Bürgerschaft, hisste den Regenbogen vor dem Parlamentsgebäude. Wir freuen uns, dass der Bürgermeister in diesem Jahr zum ersten Mal die Regenbogenflagge am Rathaus hissen wird.

40 Jahre CSD in Bremen

Der CSD im Jahr 2019 ist ein ganz besonderes Ereignis. Vor genau 50 Jahren, im Sommer 1969, lösten eine Razzia und Schikanen der New Yorker Polizei in der Schwulenbar “Stonewall Inn” - in der Christopher Street - die Homosexuellenbewegung aus. Seitdem wird in New York am letzten Samstag im Juni, dem Christopher Street Liberation Day, mit einem Straßenumzug an dieses Ereignis erinnert. Daraus ist eine weltweite Tradition geworden, im Sommer Demonstrationen für die Rechte von Schwulen und Lesben sowie der ganzen “Regenbogen-Community” abzuhalten. Die erste CSD-Demo in Bremen fand im Jahr 1979 statt – also vor 40 Jahren.

Pressekontakt

Robert Martin Dadanski
Tel: 0421 / 40 888 050
Vorstand | Pressesprecher | LGBTIQ* Städtepartnerschaft
presse@csd-bremen.org

Die Pressemitteilung steht auch als PDF (ca. 160 kb) bereit.

Fotos in bester Auflösung stellt der CSD Bremen e. V. bei Quellenangabe www.csd-bremen.org zur Verfügung:

  1. Originalbild
Robert Martin Dadanski

Geschrieben von: Robert Martin Dadanski

Schon in meiner Berufsausbildung zum Spediteur musste ich mit unterschliedlichsten Menschen aus unterschliedlichen Ländern mit unterschiedlichen Mentalitäten zusammenarbeiten. Diskriminierung sollte gerade in diesem Berufsbild absolut fremd sein. Viel mehr sollte Toleranz und Wertschätzung zur Grundausbildung gehören. Im CSD Bremen Team sehe ich meine Möglichkeit die Welt wenigstens ein ganz kleines Stückchen besser zu machen.

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