In genau einem Monat ist es wieder so weit: Am 23. August 2025 zieht der Christopher Street Day (CSD) durch Bremen! Unter dem Motto „Pride must go on! Gemeinsam. Laut. Für Alle.“ setzen wir ein wichtiges Signal für die Rechte und Sichtbarkeit der queeren Community.
Lesben, Schwule, Bisexuelle, Pansexuelle, Asexuelle, trans*, intergeschlechtliche und nicht-binäre Menschen sowie viele weitere queere Personen und ihre Allies demonstrieren gemeinsam für ein Bremen, in dem Vielfalt gelebt werden kann – ohne Angst und Diskriminierung.
Queeres Leben ist nicht selbstverständlich und nicht sicher!
Die politische Lage, der gesellschaftliche Rechtsruck und zunehmende Gewalttaten machen deutlich: Queeres Leben ist wieder stärker unter Druck geraten. Unsere Rechte werden in Frage gestellt und unsere Sichtbarkeit wird angegriffen. Es sind Zeiten, in denen uns der Gegenwind wieder stärker entgegenschlägt. Aus diesem Grund müssen wir uns jetzt in den Wind stellen. Weiterhin zu demonstrieren ist alternativlos. Pride must go on!
Hierbei geht es nicht nur um den Erhalt bestehender Rechte. Wir setzen uns auch weiterhin gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und strukturelle Ungleichbehandlung ein. Unsere Sichtbarkeit ist kein Zirkus – sie ist lebensnotwendig.
Bewährte Route und Kundgebungsplatz
Wie im Vorjahr startet die Demonstration um 12 Uhr am Altenwall/Tiefer. Die Route der vergangenen Jahre hat sich bewährt und bleibt bestehen. Sie führt am Osterdeich entlang durchs Viertel in Richtung Bahnhof, dann über den Brill durch die Innenstadt zurück zum Altenwall. Die Aufstellung beginnt um 09 Uhr zwischen Tiefer und Am Wall.

Ein inklusiver CSD für alle
Wir wollen niemanden zurücklassen. Deshalb freuen wir uns, dass auch in diesem Jahr ein Niederflurbus die Demo begleitet und jederzeit Menschen mit Mobilitätseinschränkungen aufsammeln oder aussteigen lassen kann. Unser besonderer Dank gilt der BSAG und dem Team Behinderte im Queer Cities e.V., die dies ermöglichen.
Zwei Bühnen – ein lautes Zeichen
Im Anschluss an die Demo findet unsere große Kundgebung entlang der Straße Am Wall statt. Hierfür werden zwei Bühnen aufgebaut: eine vor dem Bremer Theater, die zweite am oberen Ende neben den Wallanlagen. Im Fokus stehen politische Botschaften – durch Redebeiträge ebenso wie durch künstlerische Performances. Ein großer Teil der queeren Szene Bremens wird hierzu informieren und für die eigene Sache eintreten.
Ziel ist es, ein Forum für Vielfalt zu schaffen, in dem sich möglichst viele gehört und gesehen fühlen. Wir wollen ins Gespräch kommen – über queere Realität, über unsere Stadt und über gesellschaftliche Verantwortung. Queeres Leben ist Teil unserer Gesellschaft – ob jung oder alt, BIPoCs, Menschen mit und ohne Behinderungen, Geflüchtete, Menschen mit wenig oder viel Geld: Wir alle gehören zu Bremen.
Volles Programm – nicht nur am 23. August
Schon in den Wochen vor dem CSD wird in Bremen viel geboten: Zahlreiche Institutionen und Initiativen beteiligen sich am Rahmenprogramm mit Aktionen, Ausstellungen, Diskussionen oder Kulturveranstaltungen. Wir bedanken uns bei allen, die sich in den nächsten Wochen am Rahmenprogramm beteiligen.
Awareness und Sicherheit – Gemeinsam sicherer feiern
Wir bitten alle darum, Verantwortung füreinander und für sich selbst zu übernehmen. Damit alle sicher demonstrieren und den Tag genießen können, legen wir großen Wert auf Awareness. Unser Dank gilt L’Unita Awareness, das am Tag selbst mit einem Team vor Ort sein wird – erkennbar an den lila Westen. Wenn ihr euch unwohl fühlt oder eure Grenzen überschritten wurden, wendet euch vertrauensvoll an sie – unabhängig vom Anlass.
Auch am Info-Point gibt es geschulte Ansprechpersonen, die vermitteln und helfen können. Zudem bietet die Polizei Bremen wieder eine queersensible Anzeigenaufnahme in den Räumen Am Wall 196 an – durch besonders geschulte Beamt*innen.
Int. Tradition des Christopher Street Days in Deutschland begann in Bremen
Der Christopher Street Day erinnert an den ersten bekannt gewordenen Aufstand von trans* Menschen und anderen sexuellen Minderheiten gegen die Polizeiwillkür in der Christopher Street im Stadtviertel Greenwich Village im Sommer 1969.
Diese Proteste legten den Grundstein für die weltweite CSD-Bewegung. Der erste CSD in Deutschland fand am 30. Juni 1979 in Bremen statt. Ein starkes Erbe, dem wir gerecht werden wollen.