Pressemitteilung #5: Erster Bremer CSD seit 23 Jahren: Erfolg auf ganzer Linie


Am Samstag, 26. August 2017, fand nach 23 Jahren der erste Christopher Street Day (CSD) in Bremen statt. Ca. 5500 Menschen nahmen an der Demonstration gegen die Diskriminierung von LGBTI*Menschen teil. Selbst das Organisationsteam hat nicht mit so vielen Teilnehmern gerechnet und gab den 25.08.2018 als Termin für den CSD Bremen 2018 bekannt.

Die CSD Schweigeminute, zum Gedenken an die Verstorbenen der Community, wurde auf dem gesamten Verlauf der Obernstraße, von der Brill Kreuzung bis hin zum ehemaligen Polizeihaus (Am Wall), abgehalten. „Wir danken allen teilnehmenden Organisationen und Menschen, die diesen CSD durch ihre Teilnahme ermöglicht haben“, so Robert Dadanski (Pressesprechen des CSD Teams): “sehr schön war auch, dass das Mercedes Werks Bremen (Unterzeichner der Carta der Vielfalt) besonders das firmeneigenes LGBTI* Mitarbeiternetzwerk in den Vordergrund gestellt hat“.

Der Christopher Street Day (CSD) ist ein Fest-, Gedenk- und Demonstrationstag von Schwulen, Lesben, Bisexuellen, TransPersonen, Intersexuellen und allen queeren Menschen. An diesem Tag wird dann in der Hansestadt für die gesellschaftliche Akzeptanz sowie gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und Hass demonstriert und gefeiert. In neun Ländern weltweit droht Homosexuellen laut Gesetz die Todesstrafe. Aus dem Nahen Osten, aus Russland, Afrika und Asien gibt es immer wieder grausame Nachrichten von Verfolgung, Mord und Terror. Und auch in Deutschland, auch in Bremen, gibt es Übergriffe, Hass und Gewalt gegen Vielfalt und queeres Leben. Auch nach der nun erfolgten Öffnung der Ehe gibt es immer noch viel zu bewegen! Auf den Schulhöfen ist „schwule Sau“ eines der meistgebrauchten Schimpfwörter. Die Zahl der homophoben Straftaten in Deutschland hat zugenommen. Der Grundgesetz-Artikel 3 wartet immer noch auf eine Konkretisierung beim Schutz der sexuellen Identität – so, wie ihn die Bremer Landesverfassung bereits vorsieht. Und erst seit kurzem werden die Opfer des unsäglichen § 175 des Strafgesetzbuches (StGB) entschädigt – eines Paragraphen, der Biographien zerstört und ein menschenfeindliches Klima geschaffen hat.

Der CSD erinnert an den ersten bekanntgewordenen Aufstand von queeren Menschen in der New Yorker Christopher Street gegen Diskriminierung, Vorurteile und Unterdrückung im Sommer 1969. Seitdem wird in New York am letzten Samstag des Juni, dem Christopher Street Liberation Day, mit einem Straßenumzug an dieses Ereignis erinnert. Daraus ist eine weltweite Tradition geworden, im Sommer Demonstrationen für die Rechte von Schwulen und Lesben sowie der ganzen Regenbogen-Community abzuhalten.

Ansprechperson für die Medien

Robert Dadanski, Tel: 0421-69493340, presse@csd-bremen.org{.email}

Die Pressemitteilung steht auch als PDF (ca. 437 kb) bereit.

Robert Martin Dadanski

Geschrieben von: Robert Martin Dadanski

Schon in meiner Berufsausbildung zum Spediteur musste ich mit unterschliedlichsten Menschen aus unterschliedlichen Ländern mit unterschiedlichen Mentalitäten zusammenarbeiten. Diskriminierung sollte gerade in diesem Berufsbild absolut fremd sein. Viel mehr sollte Tolleranz und Wertschätzung zur Grundausbildung gehören. Im CSD Bremen Team sehe ich meine Möglichkeit die Welt wenigstens ein ganz kleines Stückchen besser zu machen.

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