Bericht von unserer Kundgebung zum Transgender Day of Remembrance am 20.11. // Bilder & Eindrücke


Gestern war der internationale Transgender Day of Remembrance zum Gedenken an die Opfer von transphober Gewalt. Wie vorher angekündigt haben wir uns dazu für eine Kundgebung an der Domsheide versammelt.

Für jedes Opfer haben wir symbolisch eine Kerze aufgestellt. Nach 325 Opfern in 2017 sind es dieses Jahr bereits 369 Opfer1. Die Dunkelziffer ist aber sehr hoch, weil einige Länder - wie z. B. Deutschland - erst gar keine Statistiken hierzu führen. Mehr dazu auch im Beitrag von Zoé.

Allein der Aufbau der Kerzen hat schon gedauert. Es ist bedrückend, wie viele Kerzen notwendig waren.

Nach einem ersten Redebeitrag…

… haben wir 6 Minuten und 15 Sekunden lang der Opfer gedacht - für jedes Opfer eine Sekunde.

Es folgte ein weiterer Redebeitrag.

Wir möchten den Teilnehmenden für ihre Solidarität danken.


“Mourn the dead and fight the hell for the living.” in Anlehnung an das Zitat von Mother Jones möchten wir nun den Blick nach vorne richten. Seit kurzem haben sich innerhalb unseres Vereins mehrere Menschen unter dem Namen “Trans* Inter* Genderqueer” (kurz: TIQ*) zusammengetan um für die geschlechtliche Vielfalt einzutreten und diese Kundgebung organisiert. Wir sind offen für neue Menschen, die gerne mitmachen möchten. Bei Interesse melde dich gerne unter info@csd-bremen.org.

Für den Februar 2019 haben wir außerdem mehrere Community-Abende geplant, bei denen wir die Community zu Gesprächen einladen um die Forderungen des CSD Bremen für 2019 zu erarbeiten. Wir haben mindestens einen Abend zum Thema geschlechtliche Vielfalt, Trans* und Inter* geplant. Sobald die Termine stehen, geben wir sie per E-Mail im Newsletter, im RSS-Feed, auf Facebook und auf Instagram bekannt.

Fußnoten

  1. Genau genommen bezieht sich die Zahl der Opfer auf die Zeit vom 20. November des Vorjahres bis zum 19. November des aktuellen Jahres. Mehr Infos zu den Zahlen auf tdor.info und transrespect.org

Sven Meyer

Geschrieben von: Sven Meyer

Ich wollte schon länger ehrenamtlich einen gemeinnützigen Verein unterstützen. Außerdem möchte ich meine Erfahrungen rund um die Website-Erstellung aus meiner Firma sinnvoll einbringen. Als queerer Mensch liegen mir queere Themen besonders am Herzen. Kurzum: Der CSD traf im richtigen Moment den richtigen Nerv. Die Arbeit im Team hat mir von Anfang an Spaß gemacht. Der Erfolg unserer beiden gemeinsamen CSDs hat mich überwältigt. Projekte wie die Zusammenarbeit mit dem CSD Danzig im Rahmen der Städtepartnerschaft Danzig/Bremen zeigen, dass der CSD Bremen ganzjährig etwas bewirken kann.

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