PM #20: CSD Bremen 2018 war ein voller Erfolg // Mehr als 8.000 Teilnehmende


Bremen im Zeichen des Regenbogens. Unter dem Motto „Der Schlüssel zur Welt ist Vielfalt*“ zogen am 25. August 2018 mehr als 8.000 Teilnehmende durch die Wesermetropole - und damit knapp 3.000 mehr als im Vorjahr. Robert Dadanski, Sprecher des Bremer CSD-Vereins: “Trotz Regens haben die Leute für ihre Rechte demonstriert und ein buntes Zeichen für eine Gesellschaft ohne Hass und Diskriminierung gesetzt.” Der Christopher Street Day (CSD) ist ein Fest-, Gedenk- und Demonstrationstag von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans*, Inter* und allen queeren Menschen. Dadanski weiter: “Die Demo durch die Stadt und die Abschlussveranstaltung vor dem Theater waren wichtige Zeichen für die gesellschaftliche Akzeptanz sowie gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und Hass. Wir haben in bewährter CSD-Art demonstriert und gleichzeitig das bunte Leben gezeigt. Das setzen wir auch im kommenden Jahr fort.” Das Datum dafür steht bereits fest: es ist Samstag, der 31. August 2019.

Schirmherr des diesjährigen CSD war Werder Bremen-Präsident Dr. Hubertus Hess-Grunewald. Der Fußballbundesligist setzte damit ein Zeichen gegen Homophobie im Sport und für mehr Akzeptanz auf den Sportplätzen. Und um mehr Akzeptanz geht es den vielen CSD-Teilnehmenden. CSD-Pressesprecher Robert Dadanski: „Mit der Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ist die Diskriminierung natürlich nicht über Nacht verschwunden. Auf den Schulhöfen ist „schwule Sau“ eines der meistgebrauchten Schimpfwörter. Es gibt weiterhin Gewalt gegen uns, in Deutschland und weltweit. Wir setzen deshalb auch darauf, dass der Schutz der sexuellen und geschlechtlichen Identität im Artikel 3 des Grundgesetzes verankert wird.“ Ganz besondere Gäste kamen in diesem Jahr aus Polen zum CSD: Aus Bremens Partnerstadt Danzig reiste der CSD-Verein Tolerado an und erwiderte damit den Besuch der Bremer*innen beim Danziger CSD im Mai. Die Danziger Community leidet unter der Intoleranz und Diskriminierung von LGBTIQ*-Menschen in Polen sowie unter dem Vorgehen gegen Minderheiten durch die polnische Regierungspartei PIS.

Das CSD-Team freute sich darüber, dass in diesem Jahr Regenbogenflaggen u.a. vor dem Parlamentsgebäude und auf dem Dach der Sozial- und Finanzbehörde wehten, auch die imposante Fassade des Theaters am Goetheplatz erstrahlte nachts in Regenbogenfarben. Nur das Rathaus machte erneut nicht mit und verweigerte sich dem Wunsch, die Fahne zu hissen. Bei den Demo-Teilnehmenden stieß das auf totales Unverständnis. Das Rathaus versteckt sich immer noch hinter der “Bundesflaggenordnung”, die in der Bundeshauptstadt selbst aber ganz anders ausgelegt wird: Vizekanzler Olaf Scholz ließ an seinem Ministeriumssitz anlässlich des Berliner CSD die Regenbogenflagge hissen, genauso wie die Bundesjustizministerin oder die Bundesfamilienministerin. CSD-Sprecher Robert Dadanski: „Diese Flagge ist mehr als ein Stück Stoff, sie gibt lange unterdrückten Minderheiten das wichtige Gefühl der Anerkennung und des Dazugehörens. Die Parlamentsabgeordneten haben verstanden, dass das ein wichtiges Symbol ist, das Rathaus leider immer noch nicht. Wir setzen auf das nächste Jahr.“ Die Regenbogenflagge gilt als das Symbol der LGBTIQ*- Bürgerrechtsbewegung und als Zeichen für eine friedliche Welt.

Wer den CSD in Bremen unterstützen will, kann das auch durch Spenden tun und dem ehrenamtlichen Team bei der Planung des CSD Bremen 2019 helfen. Das Spendenformular befindet sich auf der Seite: https://www.csd-bremen-org/spenden/

CSD in Bremen und weltweit

Der Christopher Street Day in Deutschland ist eine Bewegung, die starke Bremer Wurzeln hat. Ja, der erste deutsche CSD fand 1979 in Bremen, wenige Wochen vor dem in Berlin, statt. Der CSD erinnert an den ersten bekanntgewordenen Aufstand von Homosexuellen und anderen sexuellen Minderheiten gegen die Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street im Stadtviertel Greenwich Village im Sommer 1969. Seitdem wird in New York am letzten Samstag im Juni, dem Christopher Street Liberation Day, mit einem Straßenumzug an dieses Ereignis erinnert. Daraus ist eine weltweite Tradition und Bürgerrechtsbewegung geworden, im Sommer Demonstrationen für die Rechte von Lesben und Schwulen sowie der ganzen „Regenbogen-Community“ abzuhalten - und zu der gehören ganz selbstverständlich auch Menschen mit Behinderung.

Pressekontakt

Robert Martin Dadanski
Tel: 0421 / 69 49 33 40
Vorstand | Pressesprecher | LGBTIQ* Städtepartnerschaft
presse@csd-bremen.org

Die Pressemitteilung steht auch als PDF (ca. 120 kb) bereit.

Fotos in bester Auflösung stellt der CSD Bremen e. V. bei Quellenangabe www.csd-bremen.org zur Verfügung:

  1. Originalbild
Robert Martin Dadanski

Geschrieben von: Robert Martin Dadanski

Schon in meiner Berufsausbildung zum Spediteur musste ich mit unterschliedlichsten Menschen aus unterschliedlichen Ländern mit unterschiedlichen Mentalitäten zusammenarbeiten. Diskriminierung sollte gerade in diesem Berufsbild absolut fremd sein. Viel mehr sollte Toleranz und Wertschätzung zur Grundausbildung gehören. Im CSD Bremen Team sehe ich meine Möglichkeit die Welt wenigstens ein ganz kleines Stückchen besser zu machen.

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