PM #29: CSD Bremen stellt Strafantrag gegen Pastor Olaf Latzel // Auch unsere Würde ist unantastbar


Der Vorstand des Christopher Street Day (CSD) hat beschlossen und heute Strafantrag bei der Staatsanwaltschaft Bremen gegen Pastor Olaf Latzel gestellt.

Unabhängig von den Ermittlungen der Bremer Staatsanwaltschaft müssen wir uns gegen Übergriffe schützen, auch wenn diese von Menschen kommen, die eigentlich das Symbol für Nächstenliebe vertreten sollten. Die verbal-aggressiven Übergriffe Latzels sind aus Sicht des Christopher Street Days nicht mal ansatzweise mit dem Anspruch der christlichen Nächstenliebe und der Mitmenschlichkeit vereinbar.

“Die Ausfälle des Pastors beantworten außerdem die alljährlich aufgebrachte Standardfrage, ob ein CSD in der heutigen Zeit denn noch überhaupt notwendig sei,” so Robert Dadanski, Vorstand und Pressesprecher des CSD-Vereins. „Wir werden mehr denn je gebraucht“. Das gilt auch für die vom Bürgermeister zum CSD 2019 vorgenommene Beflaggung des Rathauses mit der Regenbogenfahne. Solche Zeichen für eine humane Gesellschaft und gegen Hass und Ausgrenzung sind weiterhin dringend nötig.

Der CSD-Verein appelliert an die Bremische Evangelische Kirche (BEK) es nicht bei einem „Dienstgespräch“ mit dem Pastor zu belassen. Denn fundamentalistische Hasspredigten zerstören ein friedliches Gesellschaftsklima. Herr Latzel torpediert die erkennbaren Bemühungen der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK) und zahlreicher engagierter Christen, gleichgeschlechtlich lebenden und liebenden Menschen die Hand zu reichen. Er tanzt der Kirchenleitung auf der Nase herum.

Pressekontakt

Für den Christopher Street Day und seinen Vorstand:
Robert Martin Dadanski
Vorstand | Pressesprecher | LGBTIQ* Städtepartnerschaft
presse@csd-bremen.org

Die Pressemitteilung steht auch als PDF (ca. 141 kb) bereit.

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Robert Martin Dadanski

Geschrieben von: Robert Martin Dadanski

Schon in meiner Berufsausbildung zum Spediteur musste ich mit unterschliedlichsten Menschen aus unterschliedlichen Ländern mit unterschiedlichen Mentalitäten zusammenarbeiten. Diskriminierung sollte gerade in diesem Berufsbild absolut fremd sein. Viel mehr sollte Toleranz und Wertschätzung zur Grundausbildung gehören. Im CSD Bremen Team sehe ich meine Möglichkeit die Welt wenigstens ein ganz kleines Stückchen besser zu machen.

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    Andreas Saturna - 01.05.2020 15:06h:

    Ich war Mitbegründer des CSD in München und sehe es genau so! Ich lebe in einer Offenen Gesellschaft und will es nie mehr erleben das Homosexuelle Menschen als Krank angesehen werden! Wir sind so normal wie alle andere auch und der CSD ist auch für alle anderen Menschen wichtig wie Behinderte / Frauen / Ausländische Mitbürger ect. !
    Wir wollen eine Friedliche Gesellschaft,wie laut Kirche es Jesus von uns alle gefordert hat und da kann es so gar nicht sein das gerade ein Geistlicher sich gegen uns ausspricht!

    Andreas Peter Saturna


    Anke Homann - 01.05.2020 21:00h:

    Hauptsache, die Kirchenleitung tanzt Jesus Christus, unserem HErrn und Heiland, nicht auf der Nase herum. Das hat nämlich schlimmere Konsequenzen, als eine weltliche Suspendierung.

    Tut Buße.


    Brigitte - 01.05.2020 22:22h:

    Das Wort Gottes ändert sich nie! Egal, ob wir uns im Jahr 200 oder 2020 befinden.

    Es lohnt sich daher, darin zu studieren.

    Bei Jesus Christus kamen die Feinde aus dem eigenen Lager und auch daran hat sich nichts geändert.

    Freundliche Grüsse
    Brigitte


    Jonathan - 02.05.2020 08:42h:

    Lieber Herr Dadanski, ich möchte sie höflich darum bitten, genau zu überprüfen, was Herr Latzel mit dem Wort ?Verbrecher? meinte. Sie sprechen von verbal-aggressiven Übergriffen seitens Herrn Latzel. Dazu möchte ich Ihnen eine Frage stellen: Haben Sie nichts von unverhältnismäßig aggressiven Angriffen auf Herrn Latzel und seine Kirche mitbekommen? Bitte lesen Sie zum Beispiel den folgenden Artikel: https://www.google.de/amp/s/m.bild.de/regional/bremen/bremen-aktuell/latzel-beschimpft-und-gestalkt-hass-attacken-auf-martini-pastor-69823986,view=amp.bildMobile.html

    Das ist tatsächlich ein Verbrechen, was hier abgelaufen ist und widerspricht ganz klar unserem Rechtsstaat. An der Stelle sind Sie für mich ein Widerspruch in sich. Sie fordern Toleranz, aber sind so intolerant gegenüber Menschen die Jesus und sein Wort lieben, dass dann sogar Gewalt in Ordnung ist.

    Und ja, ich weiß nicht, ob Sie es wissen, aber Jesus liebt Sie und JEDEN Menschen dieser Welt. Genauso liebt er mich und Herrn Latzel. Wenn sie sich mal genauer mit Herrn Latzel beschäftigen, dann stellen sie fest, dass er in seinen Predigten auch offen über seine eigenen Schwächen spricht. Er weiß, dass er auf die Gnade und Liebe von Jesus angewiesen ist. Das sind Sie und jeder Mensch dieser Welt auch. Ich weiß nicht, ob sie wirklich wissen, was die Liebe Gottes bedeutet. Sie bedeutetet dass er seinen eigenen Sohn geopfert hat. Jesus ist für Sie gestorben. Das ist ein Liebesbeweis. Das dürfen sie annehmen. Versuchen sie sich am besten von Gott selbst zeigen zu lassen, warum er Homosexualität nicht in seiner Schöpfung vorgesehen hat. Jesus ist auferstanden und lebt. Wenn sie fair sein möchten, fragen sie ihn selbst, was er über all das denkt. Ich möchte sie einladen das neue Testament mal durchzulesen :)


    Andreas - 02.05.2020 10:19h:

    3.Mose 18,22: "Du sollst bei keinem Mann liegen, wie man bei einer Frau liegt, denn das ist ein Gräuel." Und es ist auch heute immer noch gültig.


    Ulrich Hauck - 02.05.2020 10:56h:

    Man kann Gott ablehnen, die Freiheit hat er uns gegeben. Man kann auch sein Leben ohne Gott leben. Aber als Pastor hat Olaf Latzel Gottes Wort zu predigen, er ist an Schrift und Bekenntnis gebunden. Was Gott nicht segnet, kann auch die Kirche nicht segnen. Sie ist und bleibt allein an Gottes Wort gebunden und kann auch die Schöpfungsordnung Gottes nicht für ungültig erklären.


    Gerd - 02.05.2020 11:53h:

    Die Bibel ist Gottes Wort und zählt heute noch genauso wie damals vor 2000 Jahren: "Homosexualität ist und bleibt Sünde!" Die Meinung von Menschen ändert sich, aber Gottes Wort ändert sich nie. In 1.Korinther 6,9-10 steht: "Wisst ihr denn nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Irrt euch nicht: Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Weichlinge, noch Knabenschänder, weder Diebe noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes erben."
    Aber es gibt auch eine gute Nachricht: der Homosexuelle ist von Gott geliebt und kann genauso wie der Ehebrecher, der Dieb, der Trunkenbold, der Lästerer usw. Buße tun und von seinen bösen Wege umkehren. Noch ist Gnadenzeit, noch zählt Gottes Liebe allen Mensch. Jeder Homosexuelle wird auch Sündenvergebung erhalten, wenn er aufrichtig umkehrt und seine Schuld vor Jesus bekennt und sie unterlässt. Was sagt Jesus zur Ehebrecherin in Johannes 8: "Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!" Johannes 3,36: "Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm." Olaf Latzel ist kein Hassprediger, sondern er predigt nur das was in der Bibel steht. Er ruft schließlich nicht zu gewaltsamen Hasskampagnen gegen Homosexuelle auf und sein Zitat "Homosexuelle sind Verbrecher" war auch aus dem Zusammenhang gerissen wie seine wie seine Erklärung vom 26.04.2020 zeigt. Hört auf gegen einen Mann Gottes zu hetzen!!!

    Gruß Gerd


    Andreas Pelz - 02.05.2020 12:16h:

    Sehr geehrter Hr. Dadanski,

    hat Hr. Olaf Latzel in seinem Statement sich nicht eindeutig entschuldig? Hat er nicht auf die Bibel, an die er als Pastor gebunden ist, nochmals darauf verwiesen, dass es ihm leid tut, wenn er missverstanden worden ist.
    Das haben Sie sicherlich überlesen und oder wollten es gar nicht lesen oder hören. Sie schreiben von Nächstenliebe aber fordern einen frommen Menschen auf, dass er entweder seinen Job aufgibt oder, wenn es nicht möglich ist, seine Vorgesetzten dies tun. Schämen Sie sich.

    Liebe den Sünder, hasse die Sünde.

    Tut Buße.


    Isabell - 02.05.2020 12:46h:

    Warum werden Begriffe wie ?Hassprediger? für Olaf Latzel verwendet?
    Wenn seine Aussagen, begründet auf die Bibel!, angegriffen werden, wird Gott selbst angegriffen!
    Warum?
    Warum wird Wahrheit in Lüge verdreht?
    Weil die Bibel es in Römer 1 vorhersagt.
    Ich finde es sehr traurig, dass alles verdreht wird, die Erklärung mit einer Entschuldigung vom Sonntag lächerlich gemacht wird und frage auch, warum Sie für den CSD einen Countdown laufen lassen, wo doch bis zum 31.08.20 alle Großveranstaltungen abgesagt sind?!


    Andreas Gelt - 02.05.2020 13:06h:

    SIE MÜSSEN MAL DIE BIBEL GENAU LESENMIT DER FRAGE, WAS SAGT GOTT SELBST DAZU? DANN WERDEN SIE RAUSFINDEN, DASS HERR LATZEL RECHT HAT.,WEIL ER DAS WAHRE WORT GOTTES PREDIGT. DER HERR JESUS IST DER HERR UND ER HAT BESTIMMT, WAS SÜNDE IST. ABER ER IST DEN Sündern gnädig wenn sie sich zu Gott bekehren. Gott segne sie


    Heidi - 02.05.2020 13:59h:

    Leute; bleibt bitte fair;
    Olaf Latzel ist weder ein Hetz- noch ein Hassprediger; sondern selbst Zielscheibe von Hass und Hetze geworden. Lest nach; was ihm so in letzter Zeit widerfahren ist und auch seiner Gemeinde und entscheidet dann; wer hier attackiert; schikaniert und sich schändlich verhält. Ist das in Ordnung? Bestimmt ganz und gar nicht. Das könnt ihr nicht finden.
    Die Bibel ist unverrückbar das Wort Gottes und Olaf Latzel predigt diese unverfälscht in Wahrheit; Vollmacht und Liebe zu seinem Gott; wie man es selten noch hört. Niemals in all den Jahren; in denen ich seine Predigten höre; hat er Homosexuelle beleidigt oder defamiert. Wohl aber hat er die Bibel gelehrt; die das als Sünde bezeichnet. Was werft ihr ihm also vor? Wen wollt ihr also angreifen? Man kann sich Gottes Wort ( die Bibel) nicht passend schnitzen. Sie ist von Gott selbst eingegeben ( siehe 2.Tim.3; 16 und 17). Wollt ihr Gott selbst kritisieren; der der Schöpfer von Himmel und Erde ist und auch von euch selbst?
    Der euch so sehr liebt; dass er für eure und zum Glück auch meine Sünde freiwillig aus Liebe sein Leben gab? Und warum? Weil er gerecht ist und er Sünde hasst. Wollt ihr diesen Gott und sein Wort; die Bibel an den Pranger stellen? Ich kenne niemanden; der die Bibel so klar verkündet wie Olaf Latzel. Letztlich greift ihr nicht den Pfarrer an; sondern Gott selbst.
    Gottes Segen für Olaf Latzel und seine Familie und den Anfeindern eine Begegnung mit Jesus; dem Auferstanden ; denn man kann auch heute noch mit ihm reden und er redet zu uns ( hauptsächlich durch die Bibel). Also herzliche Empfehlung für dieses wunderbare Buch.


    Danzer Christine - 02.05.2020 16:34h:

    Wir haben Glaubensfreiheit in diesem Land, und Gottes Wort "Die Bibel" ist das lebendige Wort Gottes und für mich ist auch Homosexualität Sünde, hätte Gott , Mann & Mann, oder Frau & Frau geschaffen, würde die Menschheit schon ausgestorben sein, dass ist mein Glaube und Olaf Latzel predigt das Wort Gottes, und wenn ihr nicht auf dass Wort Gottes hören wollt ist, dass ist keine Volksverhetzung sondern Glaube, ihr glaubt an dass was ihr für richtig haltet für mich ist Gottes Wort wichtiger,
    Gott liebt alle Menschen aber er liebt nicht die Sünde, dass Wort Gottes sagt dazu folgendes:

    Es offenbart sich nämlich Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit aufhalten, 19 weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, da Gott es ihnen geoffenbart hat; 20 denn sein unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, so daß sie keine Entschuldigung haben.21 Denn obschon sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott gepriesen und ihm nicht gedankt, sondern sind in ihren Gedanken in eitlen Wahn verfallen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. 22 Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden23 und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit dem Bild vom vergänglichen Menschen, von Vögeln und vierfüßigen und kriechenden Tieren. 24 Darum hat sie auch Gott dahingegeben in die Gelüste ihrer Herzen, zur Unreinigkeit, daß sie ihre eigenen Leiber untereinander entehren, 25 sie, welche die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschten und dem Geschöpf mehr Ehre und Dienst erwiesen als dem Schöpfer, der da gelobt ist in Ewigkeit. Amen!
    Römer 1, 18-25

    Gut ich glaube an Jesus Christus und an dass lebendige Wort Gottes, Gott segne euch,
    Jesus Christus ist der Weg die Wahrheit und das Leben und niemand kommt zum Vater denn durch mich,

    Christine Danzer


    Pfeiffer - 02.05.2020 17:29h:

    Und wer beschmiert die Kirchenwände von st. Martini mit eindeutigen parolen? Wer stört Gottesdienste? Habt ihr es so nötig? Der csd day ist ein obszönes Getue und ja m zu ertragen!!!


    Gerd Werner - 02.05.2020 17:31h:

    Lieber Olaf Latzel, liebe St. Martini-Gemeinde!
    Ich will mich nicht wiederholen. Es ist alles gesagt.
    Oder fast alles.

    Ich sage Euch: Gott ist ein Gott, der Euch sieht!

    Und was vor allem für Euch felsenfest gilt:
    ?Der HERR wird für Euch streiten, und ihr werdet stille sein!? (2.Mose 14,14)

    Seid gesegnet und behütet!


    Brigitte Nohe-Wingerter - 02.05.2020 19:04h:

    Hallo ich möchte hier einiges klarstellen, in der Bibel steht schon, dass wir den nächsten lieben sollen, aber nicht das was er tut, also die Sünde. Den Sünder sollen wir schon lieben. In der Bibel steht auch Gemeindezucht also die Menschen, die etwas tun was in der Bibel steht nicht beachten. Wir sollen sie in Liebe darauf hinweisen. Man muss schon die Bibel ganz kennen und sich nicht die Aussagen der Bibel verdrehen oder aussuchen.


    HK - 02.05.2020 19:26h:

    Vielleicht zur Abwechslung mal sachlich bleiben:
    1 Zur Anzeige:
    Es geht nicht um Glaubensfragen, sondern um die Verletzung von Rechten der Anzeigensteller. Recht ist in Deutschland in Gesetze gefaßt. Die Bibel gehört nicht dazu. Eine Rechtsverletzung dieser Tragweite ist nicht durch eine Entschuldigung abzutun.

    2 Zur möglichen Relativierung der Tat durch erfolgte Gewaltaktionen gegen Pastor / Gemeinde:
    Die Aktionen hat der CSD Bremen e.V. nicht zu vertreten und haben mit der vorliegenden Anzeige nichts zu tun. Sie waren im Übrigen Selbstjustiz und deshalb illegal. Den Betroffenen steht frei, Anzeige zu erstatten.

    Es gibt aber einen qualitativen Unterschied zwischen den verletzenden Äußerungen des Pastors und der ?Reaktion der Straße?: Der Pastor bezeichnet andere Menschen ? oder ausweichenderweise ihr Handeln als Verbrecher, verbrecherisch, minderwertig und bestreitet ihre verfassungsmäßigen Grundrechte, weil sie seine religiösen Gefühle verletzen. Die unbekannten Angreifer von der Straße wurden aktiv, weil sie von dem Beklagten ? ebenso wie von Rechtsaußen und anderen sich-für-was-Besseres-Haltern ? ein Leben lang immer wieder widerrechtlich in ihrer Würde und der Möglichkeit der freien Persönlichkeitsentfaltung beschränkt werden.

    3 Zur möglichen Relativierung durch Ausreden:
    ?Wir haben ja nichts gegen Homos, nur dagegen, daß sie ihre Sexualität ausleben?. Kann sein, daß sie etwas dagegen haben, aber es ist rechtlich irrelevant (s.o.), und auch ihre religiösen Gefühle sind für Anders- und Nichtgläubige irrelevant.

    Wie sie einen Menschen annehmen und gleichzeitig seine ihre Sexualität ablehnen können, bleibt ebenso ihr Geheimnis wie die Frage, wie sich das mit der vielzitierten christlichen Nächstenliebe vereinbaren läßt.

    4 Zur möglichen Relativierung durch Religionsfreiheit:
    Wenn Grundrechte in der praktischen Ausübung kollidieren (hier Würde, Entfaltung der Persönlichkeit und Gleichheit vs. Religionsfreiheit), besteht Klärungsbedarf in der Gesellschaft. Diese Klärung wird von den Religionsgemeinschaften verweigert, weil sie dabei nur verlieren können.
    - Klärung zur Einschränkung von Rechten: Kein Gottglaube ist irgendwie nachweisbar. Damit verbundene Regeln mag sich jede(r) selbst auferlegen, aber nicht anderen.

    - Klärung zur Verbreitung diskriminierender Botschaften durch Amtsträger der Kirchen: Kirchliche Amtsträger haben eine Meinungsmacht innerhalb Ihrer Gemeinden und darüber hinaus durch privilegierten Zugang zu eigenen und öffentlichen Medien. Damit verbietet sich Ihnen ganz besonders jegliche Diskriminierung (sie verbietet sich ihnen sowieso wie jedem anderen und besonders jenen, die sich die Nächstenliebe auf die Fahnen schreiben).

    5 Zur möglichen Rechtfertigung durch ?Gottes Wort?:
    Zum Ersten ist jeder Gott und jedes Gottes Wort glaubbar, aber in keiner Weise belegbar und deshalb für Nicht- oder Andersglaubende irrelevant.

    Zum Zweiten ist die zitierte Bibel nicht Gottes Wort, sondern anerkanntermaßen ein von Menschen über Jahrhunderte darum herum ausgearbeitetes Denk- und Regelwerk. Wortzitate daraus sind oft erhellend und wahr, aber keinesfalls Rechtfertigung für die Einschränkung und Ausgrenzung von Menschen.

    6 Exkurs:
    Ja, wir brauchen dringend allgemein verbindliche Wertvorstellungen, um einigermaßen friedlich und nachhaltig auf dieser Erde zu leben. Die Religionen verfügen über die meisten wichtigen Wertvorstellungen ? und mit ihren vielen Anhängern, mit großem Kapital und Einfluß in jeder Form über die Möglichkeit, Werte praktisch umzusetzen. Das tun sie, und zum Teil auch für die Menschheit zielführend. Zum großen Teil aber tun sie es zur Abgrenzung und Erhaltung Ihrer eigenen Glaubensrichtung. Das kann nicht zielführend sein, wenn die Regeln einander oder der Vernunft, der Menschlichkeit oder den Naturgesetzen widersprechen.

    Es ist die selbst gestellte Aufgabe der Religionsgemeinschaften, sich für den Frieden und das Überleben der Menschen auf der Erde einzusetzen. Dazu müßten Sie miteinander und mit den Wissenschaften das Gemeinsame, Essentielle, Notwendige herausarbeiten und ihren Gläubigen vermitteln. Solange sie das nicht wenigstens ernsthaft versuchen, haben sie zwar die Macht, aber keinerlei Legitimation, über Regeln und Menschen zu bestimmen.


    hein Mück - 03.05.2020 16:05h:

    Haben Sie den Mut, Fehler öffentl. einzugestehen und distanzieren sich bitte von faschistischen Homos (Fascis: Rutenbündel, römische Beamte , die mit Rutenbündeln schlagend für Ordnung sorgten. Es gibt kein Recht auf Meinungsdarstellung durch Gewalt - s. auch STGB § 167

    https://www.youtube.com/watch?v=DwfGwGPHjYs:

    Liebe Gemeinde,

    wie sie vermutlich aus den Medien entnommen haben, hat es in den letzten Wochen zahlreiche Übergriffe, Straftaten bis hin zu Morddrohungen gegen unsere Gemeinde und auch gegen meine Person gegeben. Diese fanden in einer bisher nicht gekannten Häufung und Aggressivität statt. Nun ist in dieser Woche der Vorwurf der Hetze gegen mich erhoben worden. Dieser Vorwurf steht im Zusammenhang mit einem Eheseminar, das ich im Oktober 2019 mit etwa 30 Ehepaaren aus unserer Gemeinde gehalten habe. Dazu möchte ich folgendes klarstellen: in meinem Vortrag, den ich während dieses Eheseminars gehalten habe, sprach ich an einer Stelle von Verbrechern. Dieses bezog sich nicht auf homosexuell lebendende Menschen, sondern auf militante Aggressoren, die uns als Gemeinde in den letzten Jahren immer wieder angegriffen und gotteslästerlich diffamiert haben. Ich nenne als Beispiel etwa die gottesdienstlichen Störungen anläßlich einer Predigt von Ullrich Parzany in unserer Kirche mit einem sogenannten ?Kiss in? von etwa 50 gleichgeschlechtlichen Paaren und anschließenden Prügeleien mit Polizisten. Oder das wiederholte Beschmieren unserer Kirche mit Slogans wie ?god is gay?. Diese Gruppe von Straftätern sind von mir mit dem Begriff ?Verbrecher? gemeint gewesen. Dieser Bezug war den anwesenden Zuhörern bekannt und wurde von mir in dem Vortrag, den ich in freier Rede gehalten habe, nicht noch einmal explizit erläutert. Wenn dadurch jedoch für einige Außenstehende der Eindruck entstanden sein sollte, dass ich generell alle Homosexuellen für Verbrecher hielte, so will ich mich dafür entschuldigen und eindeutig klarstellen, dass dieses selbstverständlich nicht meine Meinung ist.
    Da unsere Gemeinde und ich als Pastor schon häufiger als homophob diffamiert wurden, möchte ich die Gelegenheit nutzen um unsere biblische Position zur Homosexualität nochmals darzustellen.
    Alle Menschen, ausnahmslos alle, sind nach der Lehre der Bibel Sünder (Röm 3,23-24). Die Bibel benennt klar Dinge die Sünde sind so z.B. Geldgier, Ehebruch, Neid, Lieblosigkeit, Jähzorn, Rache, Geiz, Trunkenheit oder Unzucht. Diese und zahlreiche andere Dinge werden von mir als Sünde benannt, weil die Bibel diese so deklariert. Auch die Homosexualität wird in der Bibel eindeutig als Sünde gekennzeichnet (3. Mo 18,22, 3.Mo 20,13; Röm 1,26-27).
    Wir haben in unserer Gemeinde St. Martini homosexuell empfindende Glaubensgeschwister, die selbstverständlich Teil unserer Gemeinschaft sind. Homosexuelle sind in St. Martini, wie jeder andere Mensch, willkommen. Allerdings wird in unserer Gemeinde klar zwischen dem eindeutigen ?Ja? zum Sünder und dem ebenso eindeutigen ?Nein? zur Sünde unterschieden. Wir haben ein ?Ja? zum Geldgierigen, zum Ehebrecher, zum Neider, zum Lieblosen, zum Homosexuellen, zum Jähzornigen, zum Rächer, zum Geizigen, zum Trinker und zum Unzüchtigen. Wir haben aber auch das biblisch gebotene ?Nein? zu Geldgier, zu Ehebruch, zu Neid, zu Lieblosigkeit, zu Homosexualität, zu Jähzorn, zu Rache, zu Geiz, zu Trunkenheit oder zu Unzucht.
    Dieses eindeutige Zeugnis der Bibel kann und werden wir als Gemeinde St. Martini und auch ich als Pastor nicht anders verkündigen und lehren, auch wenn man dadurch in weiten Teilen der verfaßten Kirche, der Politik und der Presse zunehmend Ausgrenzung und Diffamierung erfährt.

    Ich befehle den Weg unserer Gemeinde und den meinigen dem Herrn Jesus Christus an. Er möge uns führen, schützen und segnen. Ihm allein gebührt Ehre.


    Stein - 03.05.2020 23:09h:

    Liebes CSD-Team,
    als fundamentale Christin möchte ich mich bei Ihnen bedanken, dass Sie Herrn Latzel angezeigt haben. Endlich tut jemand auch in Deutschland etwas gegen Hassprediger. Die Bibel rechtfertigt mit keinem Wort Beleidigungen gegenüber Homosexuellen. Im Gegenteil- im Matthaeus Evangelium 5:43 ff. steht, dass man Menschen mit konträren Ansichten gut behandeln soll.
    Besonders unchristlich finde ich, dass immer wieder seitens der Evangelikalen gegen eine friedliche Minderheit (Homosexuelle) gewettert wird. Soweit ich informiert bin haben Jugendliche Homosexuelle ein erhöhtes Selbstmordrisiko- und denjenigen auch noch absichtlich Schaden zufügen?!? Nicht schön. Ich kenne niemanden der Muslimen sagt, dass sie die Feinde der Christen seien und des Todes- das gäbe vermutlich eine Schlägerei.


    Rosebrock - 06.05.2020 10:53h:

    https://www.bild.de/regional/bremen/bremen-aktuell/latzel-beschimpft-und-gestalkt-hass-attacken-auf-martini-pastor-69823986.bild.html
    Wir leben hier in einem Land, in dem Glaubens- und Meinungsfreiheit grundgesetzlich garantiert sind.
    Das friedliche Zusammenleben von Millionen von Menschen erfordert ein großes uns weites Herz.
    Sie als "Homosexuellen-Lobby" argumentieren immer, mit der "Homo-Ehe" nähmen Sie soch Keinem etwas weg. Die Ehe ist aber doch gesegnet - mit LIEBE - Kindern, die ganz von alleine als "Geschenk Gottes" kommen - ... . Es ist GUT, was Gott geschaffen hat.
    Muss das jetzt echt sein, dass sie den Pastor Latzel, der eine lebendige Gemeinde führt, derart angreifen? Leben und leben lassen ist die Devise - sollte unsere und auch Ihre sein. Das ist meine Meinung. Ich schätze Herrn Pastor Latzel wie auch jeden anderen Menschen - das ist unsere Würde und Individualität. Mit freundlichen Grüßen aus Bonn!


    Isabell - 08.05.2020 08:24h:

    Ich nehme Bezug auf die Aussage von HK: Die Bibel ist nicht Gottes Wort!

    Was für eine Aussage!
    Sie beleidigt meinen Glauben, sie greift mich persönlich an und verletzt mich zutiefst!

    Aber letztlich kommt auch zum Vorschein, um was es hier geht!
    Klar, Olaf Latzel wird angegriffen und beschuldigt, aber da er sich auf Aussagen der Bibel stützt, wird die Bibel, Gottes Wort angegriffen! Gott selbst!

    Herr Latzel hat sich entschuldigt, gilt das nichts? Warum werden aber Christen sehr wohl auch angegriffen?

    Ich möchte allen sehr ans Herz legen, doch erst einmal die Bibel zu lesen, um eine derartige Aussage zu treffen!

    Für mich ist die Bibel ein Schatz, ein Fels in meinem Leben!

    Die Bibel hat eine herausragende Überlieferung. Die Autoren einzigartige Glaubwürdigkeit, sie waren auch bereit, mit ihrem Leben dafür zu bezahlen!
    Die Bibel ist ehrlich und Idealismus fehlt! Es sind ganz einfache Menschen, keine Helden, sie hat den Klang der Wahrheit!
    Lesen Sie die Bibel, es ist eine durchgängige Geschichte!
    In der Bibel liest man, wie es weiter geht, Israel ist ein Zeichen für Gottes Wahrheit!

    So wünsche ich allen Mut, sich auf Gott und die Bibel einzulassen, bevor man derartige Aussagen trifft und selbst für Meinungsfreiheit und Toleranz einsteht.


    Albert Wittine - 08.05.2020 13:40h:

    Religionen sind gefährlich, sogar lebensgefährlich. Religionen haben immer einen totalitären Kern. Kreuzzüge, Hexenverbrennungen, Inquisition etc. waren nur die Spitze des Eisbergs endloser Verbrechen gegen die Menschheit. Sexueller Missbrauch war und ist nach wie vor weitverbreitet. Leider ist Karl-Heinz Deschner tot, aber seine "Kriminalgeschichte des Christentums" ist nach wie vor aktuell.
    Ein Hetzer wie Latzel gehört hinter Schloss und Riegel. Nicht nur, dass er verbal aggressiv ist, er ist ein übler Hetzer. Hass und Dummheit sind ihm ins Gesicht geschrieben.
    Stellt sich die Frage nach dem Verbot aller Religionen. Es gibt keine Götter! Alle Religionen sind fake news. Dass sie dem Fortschritt entgegenstehen, ist unbestritten. Leider gibt es auch keinen Teufel, der die Religionen holen könnte. Es wird also Zeit, dass wir endlich selbst aktiv werden.


    Sabine - 11.05.2020 16:18h:

    Liebe csd Bremen,
    Ich verfolge die Anklagen gegen Pastor Olaf Latzel. Ein Pastor der genau die Wahrheiten der Bibel predigt. Ich kann verstehen, daß Ungläubige das nicht hören wollen, aber Gottes Wort wird ewig bestehen und hat ewige Gültigkeit. Natürlich liebt Gott sie als Mensch! Aber diese wie sie es nennen Neigungen sind nicht in Gottes Ratschluß. Sie sind einfach Sünde. Und Sünder kommen nicht in Gottes Gegenward in der Ewigkeit die niemals endet. Pastor Latzel will ihnen den Weg zu Gott zeigen. Wir alle waren vor unserer Bekehrung Sünder in irgend einer Form. Tun sie Buße und geben sie ihr Leben Jesus dem Retter der Welt
    In der Beziehung mit Jesus zu leben ändert alles. Er macht alles neu.Er stellt uns vollkommen wieder her so wie er sich das vorgestellt hat. Gott ist Liebe aber auch gerecht. Das.selbst zu erfahren seine Gegenward die alles andere übertrifft kann mit nichts verglichen werden. Auch bitte ich Sie darum diese Anfeindungen und Schmierereien zu lassen und sich bei Pastor Latzel zu entschuldigen. Ziehen Sie die Strafanzeige zurück und gehen sie in sich. Sie kämpfen gegen Gott ist ihnen das.eigentlich bewußt? Christus lebt in jedem Wiedergeborenen Christen! Darum sagt Gott was ihr einem von diesen Kleinen getan habt das habt ihr mir getan. Pastor Latzel möchte daß sie in Ewigkeit bei dem glückseligen Gott und Vater und Jesus seinem ins Fleisch gekommenen Sohn sind.Er hat auch ihre Sünden getragen! Kein Mensch kann ohne ihn die Gerechtikeit haben die vor Gott gilt. Und Gott macht glücklich. Nie mehr allein weil ja Jesus in.uns ist, nie mehr ohne Hilfe nie mehr ohne seine Liebe und Zärtlichkeiten nie mehr ohne seine.Versorgung immer geborgen in ihm! So wertvoll wenn sie das doch verstehen könnten
    Die Christen liebe auch die Menschen die noch nicht auf dem Weg zu Gott sind aber ich glaube daß der Pastor Latzel schon viel für sie gebetet hat. Möge der Hass auf ihn aufhören und Versöhnung stattfinden denn Gott ist Liebe und Gerechtigkeit
    Diese bekommt man wenn Jesus in uns lebt, er.ist die Gerechtigkeit die vor Gott gilt! Bei der Hinwendung zu ihm. Mögen recht viele von ihnen noch den Weg in die Arme des Retters finden, denn er wartet mit offenen Armen auf jeden von ihnen
    Liebe Grüße von Sabine





    Gottlieb Justus - 15.05.2020 21:43h:

    Der Tonfall lhier ist nicht überraschend, aber doch bemerkenswert. Mir fällt auf:

    - Menschen beschweren sich, daß ihre religiösen Gefühle verletzt werden.
    Da müssen sie durch. Persönliche Gefühle sind rechtlich nicht geschützt,
    wohl aber die Würde und die Entfaltung der Persönlichkeit. Diese sprechen sie anderen ab,
    in diesem Fall den rd. 5% Menschen mit mehrheitsabweichender Sexualtität.
    Sie sprechen sie nicht nur ab, sondern sie schränken sie auch durch den gesellschaftlichen Einfluß der Kirchen massiv ein.
    Sie haben die Macht dazu, aber kein Recht.
    Und die Nächstenliebe ist hier auch nicht zu erkennen.
    Deshalb müssen Menschen für ihre Rechte kämpfen.
    Dazu gehört, sich sichtbar zu machen, und natürlich, rechtswidrige Übergriffe wie die des Pastors zu verfolgen.

    - Menschen machen anderen Menschen Vorschriften auf Grund ihres Glaubens.
    Ich bin sehr dabei, daß wir eine breite Einigung auf Ethik und Regeln braiuchen.
    Eine Ethik ist aber allein daran zu messen, ob sie in einer Gesellschaft sinnhaft ist.
    Sinnhaft ist sie, wenn sie breite Akzeptanz findet, und zwar durch Einsicht in die Notwendigkeit von Selbstbeschränkung; nicht aber durch einen Glauben, der für Viele nicht relevant ist, und natürlich schon gar nicht durch Maximierung individueller Freiheit / Beliebigkeit.
    Hier hat die Bibel ganz viel beizutragen und ist eine gute Grundlage. Aber ihr Wortlaut ist eine menschliche Interpretation von vor über 1000 Jahren, die der heutigen Lebensrealität nicht gerecht wird. Ohne ins Detail zu gehen verweise ich nur beispielhaft auf die Abgrenzungstendenzen der Glaubensgemeinschaften, die seinerzeit vielleicht sinnvoll waren, in den letzten paar hundert Jahren aber für den Großteil aller Kriege auf dieser Erde verantwortlich waren. Für die hardcore - bibel-wortgetreuen verweise ich noch auf die Schöpfungsgeschichte, die seinerzeit vielleicht ein gutes Bild war, inzwischen aber zweifelsfrei widerlegt ist.

    - Menschen sehen abweichendes Sexualverhalten als minderwertig an.
    Die restriktive Sexualmoral der Bibel ist ein wirksames und notwendiges Mittel zum Schutz von Frauen und Kindern gegen vagabundierende Männerschwänze. Sie ist geschrieben für eine ungebildete, überwiegend analphabetische Gesellschaft.
    Das Thema ist aktuell, denn das Ausleben sexueller Freiheit führt oft zu schlampigem und selbstschädlichen Beziehungsverhalten, zur Vernachlässigung von Kindern und zur Überlastung der Alleinerziehenden und der Gesellschaft - durch die Alleinerziehenden und die vernachlässigten Kinder. Das gehört dringend diskutiert. Offenbar können sehr viele Menschen mit der sexuellen Freiheit nicht mündig umgehen. Man muß verantwortliches Umgehen mit Sexualität, mit Partnern und Kindern einfordern. Pauschale Verbote sind aber heute ebenso sinnvoll und glaubhaft wie die Geschichte von der Schöpfung der Welt in sieben Tagen.

    - Menschen rechnen auf.
    Viele Kommentare versuchen, den Vorwurf gegen den Pastor mit den Schmierereien an der Kirche zu entkräften. Das geht gar nicht.
    Erstens und vor allem sollte gerade den Bibelfreunden klar sein, daß erlittenes Unrecht eben keine Rechtfertigung für eigenes unrechtes Handeln ist. Ausnahmen sind existentielle Situationen, nach meiner Kenntnis im Recht der Mundraub, der Notstand und die Notwehr.
    Zweitens werden hier Ursache und Wirkung verwechselt. Der beleidigende Übergriff des Pastors war zuerst da, die Schmierereien waren eine Reaktion.
    Drittens werden die Verantwortlichen verwechselt. Der klagende Vorstand des CSD e.V. ist nicht für die Schmierereien verantwortlich.
    Zuletzt ein Blick in die Lebensrealität der "Schmierer". Deren Aktionen waren illegal. Sie werden juristisch nicht den Status von Notstand oder Notwehr erreichen. Moralisch aber sehr wohl. Versuchen Sie sich doch "einfach" mal vorzustellen, Sie sind von Gott oder wem oder was auch immer mit einer Eigenschaft auf diese Erde gestellt worden, für die sie von anderen Menschen mißachtet und in der Entfaltung behindert werden - nicht weil es einen sinnvollen Grund oder auch nur eine rechtliche Grundlage gäbe, sondern nur, weil die anderen, die Mehrheit, es ungestraft tun können und immer so getan haben. Stellen Sie sich vor, Sie müßten sich ein Leben lang bei jeder Erwähnung von Familienverhältnissen entweder verstecken oder als "andersartig" outen und auf Akzeptanz bei anderen - nahe stehenden oder wild fremden - Menschen hoffen. Das ist eine alltägliche, lebenslänglich wiederholte Rechtsverletzung und Kränkung. Wenn dann einer nicht nur diese Rechtsverletzung von einer Kanzel propagiert, sondern ausgerechnet die Betroffenen als "Verbrecher" tituliert, gibt es keinen Grund, ihn als den Angegriffenen hinzustellen.


    Ex-Christ - 20.05.2020 11:04h:

    Der Wortlaut der Kommentare frommer Christen hier kommt mir sehr vertraut vor. Früher habe ich auch so geschrieben. Auch wenn ich Herrn Latzel nicht persönlich kenne, aber seine Ansichten sind mir absolut bekannt. Ich bin in so einer Familie aufgewachsen. Mein Vater hätte Herrn Latzel sicher mit großem Eifer unterstützt, wenn er denn noch leben würde. Aber die Wahrheit ist auch, daß diese Art von Glauben kaputt macht. Sie hat auch mein Leben zerstört, und das nicht wegen Homosexualität, denn ich bin nicht mal homosexuell. Psychische und auch physische Gewalt, alles im Namen der Bibel. Den Willen der Kinder schon früh brechen. Alles so "nette" Dinge. Wenn ich heute die Worte von Olaf Latzel und seinen Anhängern lese, wird mir buchstäblich speiübel, auch wenn er mich ja gar nicht gemeint haben kann mit seinen Angriffen. Aber diese Art zu denken und zu leben ist es, die kaputt macht, die der Würde beraubt. Und ich mache diese Leute dafür verantwortlich, daß Menschen wie ich mit einem Schwerbehindertenausweis herumlaufen müssen, weil man selber so dermaßen zerstört wurde von ultrafrommen Christen. Mir ist das Schrille vom CSD auch fremd, und früher bin ich nur an solche Veranstaltungen gegangen, um evangelistische Flyer zu verteilen. Aber heute sage ich Euch vom CSD, auch wenn mir Eure Art mir fremd ist, weil ich so stockkonservativ sozialisiert wurde, ich unterstütze das. Ich finde es gut, daß Ihr für Euch kämpft und auch Strafanzeige gestellt habt. Laßt es nicht zu, daß ultrafromme Christen andere Menschen kaputtmachen mit ihren Worten und ihrem Tun. ---- Ein kaputtes, schon seit einiger Zeit erwachsenes Kind aus so einer "Latzel-konformen" Familie

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